NRZ

Alle Jahre wieder Whiskey (NRZ vom 23.12.2013)

Bettina Schack schreibt in der NRZ vom 23. Dezember 2013 über Folk am Fierten im Maaß:

Dinslaken. Wenn Volker Bellingröhr, Thomas Baumann und Stefan Lücking als Folk-Trio Pont Neuf zum Folk am Fierten rufen, weiß man genau, was einen erwartet. Vielmehr, als dass man weiß, wo man es hören wird. Nachdem Hennes Holtbrügge sein Lokal am Altmarkt aufgab, führte Pont Neuf in der Vorweihnachtszeit ein Vagabundenleben wie aus einem ihrer irischen Trinklieder. Fast jedes Jahr wurde das Bier von einem anderen Tresen aus serviert und das Ritual der wiederkehrenden Lieder machte nicht nur Spaß, es gab dem Publikum, das den Multiinstrumentalisten treu folgte, geradezu Halt.

Nun ist Folk am Fierten am Neutor angekommen, hier kann es bleiben: Maaß ist nicht nur eine Traditionskneipe schlechthin, man sagt auch, sie sei Thomas Baumanns verlängertes Wohnzimmer. Und für Pont Neuf könnte das Ambiente auch kaum passender sein: Die Musiker, die bei ihren Konzerten ganze Batterien historischer und /oder kurioser Instrumente um sich scharen, drohen sich auf der winzigen Bühne von Maaß die Köpfe an den Zithern, Mandolinen oder Kampfdudelsäcken zu stoßen, die dort als Dekoration von der Decke hängen. Wären diese Instrumente nicht schon lange halb kaputt und unspielbar, Pont Neuf könnten sich ihr musikalisches Werkzeug von den Balken pflücken.

So müssen sie selber mitbringen, was sie haben: Leier und Bodhran, Gitarren und Mandolinen, krumme Hörner und gerade Flöten, rasselndes Obst und singende Hawaiigitarren, die dann sogar ausnahmsweise unter Strom stehen dürfen. Unter Strom stehen die drei Sänger und Musiker ja auch. Volker Bellingröhr und Thomas Baumann sowieso mit ihren schrägen Sprüchen und Witzen, auf deren Alter die beiden äußersten Wert legen. Und Stefan Lücking, wenn er mal nicht der stille, lyrische Typ im Trio ist, sondern seine Tanzbeine mit ihm durchgehen.

Bei Maaß serviert Inge Matjesbrötchen zu den mit rauen Stimmen a capella gesungenen Shanties. Ansonsten alles wie gehabt und wie es sein soll: Volker Bellingröhr begrüßt das Publikum auf niederländisch, Dick Darbys Mutter ist immer noch eine Hexe, die Maid vom County Down und die Belle aus Belfast City wetteifern um ihre Schönheit und auf Finnegans vermeintlicher Beerdigung fliegt das Whiskeyglas mit „whroooms“.

Die Franken bei der letzten Tour hätten betroffen geguckt, als er gesagt habe, dass dem Niederrheiner nichts über eine schöne Beerdigung ginge, erklärt Volker Bellingröhr. Es bleibt der einzige Kulturschock zwischen „Guantanamera“ und makedonischen Volksliedern. Und der Tote des Jahres? Natürlich Paul Kuhn, wer konnte sonst Pont Neuf beim Wunsch nach Bier so aus der Seele sprechen wie der Mann am Klavier.

Folk am Fierten – dieses Jahr im Maaß

Pont neuf – Foolk am Fierten

Süßer die Säcke nie dudeln, als wie wenn’s am Fierten erFolkt!
Jahresabschlusspalaver mit jede Menge olle Gags, unserem Honneur an den/die berühmte/n, tote/n Musiker/in des Jahres und überhaupt …!

Folk am Fierten – dieses Jahr am 22. Dezember 2013 ab ca. 11:30 Uhr
in der Gaststätte Maaß, Am Neutor 1, Dinslaken

Die Presse berichtet …

Sowohl Rheinische Post als auch NRZ haben über den diesjährigen Folk am Fierten berichtet. Bettina Schacks Artikel in der NRZ gibt es auch online unter dem Titel »Alle Jahre wieder Whiskey«.

50 Instrumente im Wandel der Zeit (Bericht der NRZ)

Die NRZ berichtet in ihrer Ausgabe vom 22. Dezember 2008 über die 10. Auflage von Folk am Fierten:

Tradition ist eben Tradition, wie auch der vorweihnachtliche Frühschoppen von Pont Neuf, der in diesem Jahr seine zehnte Auflage erlebte.

Und die war nicht nur randvoll mit Musik, sondern auch mit einer Menge Humor und Spaß. Den hatten beide Seiten. Dabei wechseln die Musiker mit Leichtigkeit zwischen ihren zahlreichen, etwa 40 bis 50 Instrumenten, tauschen die Gitarre gegen Flöte, Drehleier, Dudelsack, Trommel oder irgendeinen anderen Gegenstand, mit dem sich Musik machen lässt. Mit Löffeln, zum Beispiel, oder dem Schneebesen auf einem Waschbrett aus den 20er Jahren. Genauso wandelbar wie in Instrumentenwahl und Musikstil erweist sich Pont Neuf in der Sprache: Deutsch, Niederländisch, Englisch, Französisch, Spanisch.

Rubrik: 

Pont neuf beim Herbstkonzert des Marina-Shanty-Chors Oberhausen

Die NRZ berichtet über den Auftritt von Pont neuf beim Herbstkonzert des Marina-Shanty-Chors Oberhausen am 11. Oktober 2008:

Abwechselung brachte der Auftritt der Dinslakener Gruppe »Pont Neuf«. Mit mehrstimmig gesungenen englischen Liedern fielen die drei Musiker zwar etwas aus dem Rahmen, aber lieferten dadurch eine fabelhafte Show. Zehn verschiedene Instrumente wurden von dem Trio benutzt, darunter Banjo, Mandoline, deutscher Dudelsack, Löffel, Kokosnuss und: das Publikum. Das kam nämlich ziemlich ins Schwitzen, wenn Pont Neuf Geräusche und Klatschrhytmen in ihre Lieder einbauten.
Rubrik: 

Folk und Shanty pur mit Pont Neuf, Mainbrace und Brasy

Die NRZ Dinslaken berichtet über das »Vorglühen« zum 1. Internationalen Shanty-Chor-Festival 2008 im Hiesfelder Hof:

Was den Piraten einst Tortuga war, konnte vorgestern Abend der Hiesfelder Hof den Liebhabern unverfälschter Folksongs sein.
Pont Neuf, diesmal als Duo, heizte die Stimmung an. Dazu gab es Sprachkurse: »Wie isset«, »et muss«. Das muss der gastfreundliche Niederrheiner auf walisisch wie auf polnisch beherrschen.
Rubrik: 
RSS - NRZ abonnieren